Angehörigenberatung
„Die Angehörigenberatung hat uns an die Hand genommen und uns gezeigt: Es geht weiter“!
Es fing ganz allmählich an: „Hin und wieder hat mein Mann Jochen etwas vergessen. Doch dann“, erzählt Margit Böwe, „kam die Diagnose: Demenz“ und mit ihr die Unsicherheit: Wie wird sich das gemeinsame Leben verändern? Was brauchen an Demenz Erkrankte? Welche rechtlichen Fragen müssen geklärt werden?
In dieser Situation holte sich die 69jährige Rat bei der Angehörigenberatung e.V. Nürnberg, einer von 108 Fachstellen für pflegende Angehörige in Bayern. Deren Aufgabe: demenzkranke Menschen und ihre Angehörige kostenlos beraten, begleiten und entlasten. Regelmäßig besuchte das Ehepaar Kurse der Angehörigenberatung. „Mein Mann liebte es, dort Cha-Cha-Cha zu tanzen. Mir half besonders, mich mit anderen pflegenden Angehörigen auszutauschen.“ Sechs Jahre lang hat sich Margit Böwe zu Hause um ihren Mann gekümmert. Wer soviel Kraft aufbringt, braucht auch mal Zeit für sich. „Einmal pro Woche wurde Jochen von einer Helferin betreut, damit ich für ein paar Stunden durchatmen konnte.“ Ohne die vielfältige Hilfe der Angehörigenberatung, ist sich Margit Böwe sicher, hätte sie ihrem Mann seinen größten Wunsch nicht erfüllen können: so lange wie möglich daheim zu bleiben.
Der Freistaat fördert die Arbeit der Fachstellen für pflegende Angehörige mit jährlich über 1,3 Millionen Euro.


