Aufbruch Bayern: Forschungs- und Entwicklungszentrum Elektromobilität

„Am Elektroauto führt kein Weg vorbei.“
Dr. Norbert Schall ist Leiter der Abteilung Forschung und Entwicklung bei der Süd-Chemie in Moosburg.

Das Auto der Zukunft fährt mit Strom: leise, preiswert, abgasfrei und unabhängig von Öl. Mit seiner starken Automobilindustrie hat Bayern das Potential, auch die besten Elektroautos der Welt zu bauen. Davon hängen Tausende Arbeitsplätze ab.

40 Prozent der Wertschöpfung entfallen bei Elektroautos auf die Batterien. „Wer die Technologieführerschaft im Bereich der Energiespeicher übernimmt, sichert sich einen Milliardenmarkt“, betont Dr. Norbert Schall, Leiter der Abteilung Forschung und Entwicklung für Batteriematerialien bei der Süd-Chemie in Moosburg. Mit der Gründung des „Forschungs- und Entwicklungszentrums Elektromobilität“ legt der Freistaat dafür die wissenschaftliche Basis. Vereint unter einem Dach werden zwei Fraunhofer-Projekte, das „Zentrum für Angewandte Elektrochemie“ in Würzburg und die Projektgruppe „Elektrische Speichertechnologie“ in Garching, gemeinsam an Lösungen in der Energiespeicherung und -wandlung arbeiten – bis hin zu kompletten Batteriesystemen. „Das ist bisher einzigartig in der Forschungsszene“.

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Bayern und Sachsen Leitregion für Elektromobilität

Schon heute helfen beide Fraunhofer-Institute dabei, aus Ideen marktreife Produkte zu generieren. So entwickelte die Süd-Chemie ein Elektrodenmaterial, das nicht nur die Sicherheit, sondern auch die Lebensdauer der Batterien enorm erhöht: Lithiumeisenphosphat. „Wir hatten das Material, konnten aber nicht testen, ob es funktioniert,“ so Dr. Schall. Diese Aufgabe übernahmen die Fraunhofer-Experten in Würzburg. „Dank der Unterstützung bayerischer Forschungseinrichtungen haben wir unser Projekt vorantreiben und wichtige Basispatente anmelden können.“

 

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