Aufbruch Bayern: Ganztagsschule
„Es macht Spaß, kleine Forscher für Naturwissenschaft zu begeistern.“
„Ich hab’ einen Regenbogen gemacht! Man braucht einen Teller mit Wasser und einen Spiegel, dann kann man das Sonnenlicht in seine sieben Farben zerlegen“, berichtet Nadin (9). Am Nebentisch experimentieren Mona und Armin. Über einen Flaschenhals haben sie einen Luftballon gezogen. „Stellt man die Flasche in warmes Wasser, bläht sich der Luftballon auf, weil die Luft in der Flasche wärmer wird und nach oben drückt.“
Wenn sich das Klassenzimmer in ein Labor verwandelt, steht „Forschen und Experimentieren“ mit Sabine May-Lazarus auf dem Stundenplan. Die Diplom-Biologin ist eine von acht externen Kräften, die das Kollegium an der Theo-Betz-Grundschule der gebundenen Ganztagsklasse verstärken. „Wir haben tolle Fächer. Und unsere Lehrer helfen uns nachmittags beim Lernen“, freut sich Mona. So wird jedes Kind individuell gefördert. Ideale Bedingungen auch für die Lehrkräfte, die sich die Klassen aufteilen. Die eine Hälfte ist im Heimat- und Sachunterricht, die andere setzt das Gelernte bei Frau May-Lazarus in die Praxis um: „Kein Kind bleibt Beobachter, alle forschen aktiv“. Warum das so wichtig ist, erklärt Amelie: „Wenn ich es selbst mache, kann ich es mir am besten merken“. Stolz ergänzt die Neunjährige: „Ich habe mir gerade etwas ausgedacht, was nicht auf unserem Aufgabenzettel steht“.
Der Freistaat hat sich eine flächendeckende und bedarfsorientierte Versorgung mit Ganztagsangeboten zum Ziel gesetzt. Deshalb ermöglicht der Freistaat zum Schuljahr 2012/13 die Einrichtung von weiteren 300 gebundenen Ganztagszügen, 600 zusätzlichen offenen Ganztagsgruppen und 600 zusätzlichen Gruppen der Mittagsbetreuung. Damit können wir die Zahl der Angebote in Bayern auf bis zu 4100 Gruppen der offenen Ganztagsschule, 6125 Gruppen der Mittagsbetreuung und 1283 gebundene Ganztagszüge steigern.
Damit alle Kinder ihre Chance auf Bildung bekommen.


