Aufbruch Bayern: Inklusion

„An meiner Schule wird mir gezeigt: Ich gehöre dazu!“
Den Sprachcomputer bedient Theresa Walther mit ihrem Fuß.

Rasend schnell gleitet der rechte große Zeh über die Tastatur; Sekunden später ist die Stimme des Sprachcomputers zu hören: „Hallo, ich heiße Theresa Walther.“ Weil die 16jährige eine spastische Bewegungsstörung hat, kann sie nicht sprechen. Zu sagen aber hat Theresa viel, vor allem eines: „Mir ist es wichtig, so wie alle anderen behandelt zu werden.“ Genau dies erfährt sie an der Realschule Bad Griesbach, wo vorbildlich umgesetzt wird, was die UN-Behindertenrechtskonvention fordert und das „Gesetz zur Inklusion an Schulen“ in Bayern ermöglicht: Kinder mit und ohne Behinderung lernen gemeinsam.

Dass sie dieselben Herausforderungen meistere wie ihre Klassenkameraden, gebe ihr großes Selbstvertrauen, erzählt Theresa mit Hilfe ihres Computer. Das intelligente Mädchen ist sicher: Auch ihre Mitschüler profitieren vom gemeinsamen Unterricht. „Alle können von Kindern wie mir lernen: Menschen mit Handicaps gehören ganz normal dazu.“ Das bestätigt ihre Mitschülerin Julia: „Es ist interessant zu sehen, wie gut sie alles macht, wie unkompliziert der Unterricht verläuft.“ So werden Werte wie Toleranz und Zusammenhalt selbstverständlich im Schulalltag gelebt.

Ob Kooperations- oder Partnerklassen, Schulen mit dem Profil Inklusion oder Klassen an spezialisierten Förderschulen: Bayern bietet eine Vielzahl an schulischen Angeboten, um behinderte Kinder individuell zu fördern. 200 zusätzliche Lehrerstellen sind für die Inklusion an Regelschulen für die Jahre 2011 und 2012 eingeplant.

 

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Damit alle Kinder ihre Chance auf Bildung bekommen.