Aufbruch Bayern: Zentrum für satellitengestützte Kriseninformation (ZKI) am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen.

„Eine kleine Gemeinde hat sich zum bayerischen Houston entwickelt – konsequent unterstützt vom Freistaat Bayern.“
Professor Stefan Dech ist Leiter des Zentrums für satellitengestützte Krieseninformation.

Naturkatastrophen bringen Zerstörung mit sich – und Chaos: Wie stark sind die Schäden, wo warten Flüchtlinge auf Rettung, welche Straßen sind intakt? „Je schneller diese Informationen vorliegen, desto mehr Menschen werden gerettet“, betont Professor Stefan Dech, Direktor des Deutschen Fernerkundungsdatenzentrums (DFD), zu dem auch das Zentrum für satellitengestützte Kriseninformation (ZKI) gehört. Wird das ZKI von (inter-)nationalen Organisationen um Hilfe gebeten, sind bis zu 50 Wissenschaftler rund um die Uhr im Einsatz: Sie werten Satellitendaten aus und erstellen detailgenaue Karten für die Helfer vor Ort.

Weltweit beachtete Arbeit wird in Oberpfaffenhofen aber nicht nur in Krisensituationen geleistet. Mit Hilfe zweier Satelliten vermessen DLR-Forscher derzeit die Erde mit dem Ziel, bis 2014 ein lückenloses 3-D-Höhenmodell unseres Planeten zu erstellen – weltweit das erste seiner Art in dieser Präzision. Nirgendwo sonst wird es genauere Daten über die Beschaffenheit der Erdoberfläche geben – und zwar in gleicher Qualität für jeden Ort der Erde. Ein Wissen, das vielseitig einsetzbar ist: „Die Auswirkungen von Umweltkatastrophen können noch schneller erfasst, Planungen effizient umgesetzt und Analysen zu den Auswirkungen des Klimawandels in den Gebirgen der Erde leichter vorgenommen werden.“

Video
 

Bitte aktivieren Sie Javascript, um Videos ansehen zu können.

Ministerpräsident Seehofer eröffnet neues Erdbeobachtungszentrum

Diese Kompetenz soll auch dem EU- bzw. ESA-Erdbeobachtungsprogramm GMES* zugute kommen. Der Freistaat investiert 8,5 Millionen Euro, um ein europäisches GMES-Zentrum in Oberpfaffenhofen anzusiedeln. Sind die Geodaten der Fernerkundung schnell und zuverlässig vor Ort verfügbar, kann die bayerische Industrie künftig innovative GMES-Produkte und Dienstleistungen anbieten. Das stärkt den „Weltraumstandort“ Bayern.

* Global Monitoring for Environment and Security (globales Umwelt- und Sicherheitsüberwachungssystem)

 

Logo Aufbruch Bayern

Weil Innovationen unser Leben verbessern und Arbeitsplätze von morgen schaffen.